Anatomie des Auges

Das Auge wird von sechs Muskeln gesteuert und in Position gehalten. Die Muskeln sind für alle Augenbewegungen sowie für die Bewegungskoordination zwischen dem rechten und linken Auge zuständig. Nur wenn beide Augen zusammenarbeiten sind wir in der Lage die Tiefe eines Objektes wahrzunehmen.

Die Hornhaut befindet sich im vorderen Bereich des Auges und schützt den Rest des Auges. Die oberste Schicht der Hornhaut ist mit Tränenflüssigkeit bedeckt, um sie feucht zu halten. Die Flüssigkeit dient dazu, eine scharfe Sicht zu gewährleisten und die darunter liegenden Zellen zu schützen. Die Tränenflüssigkeit wird von der Tränendrüse produziert, welche sich oben über dem Auge befindet. Die Bindehaut (der weiße Teil des Auges) umschließt die Hornhaut und besteht aus mehreren Schichten sowie Blutgefäßen. Der runde, farbige Teil des Auges wird als
Iris oder Regenbogenhaut bezeichnet und kann jegliche Farbe haben, von blau über braun bis zu einem Grünstich. Die Augenlinse befindet sich direkt hinter der Iris, ist aber nicht leicht zu erkennen.

Die Netzhaut befindet sich auf der Rückseite des Auges und empfängt das Licht von der Linse. Der Sehnerv sowie alle Photorezeptoren sitzen direkt auf der Netzhaut. Der Zweck der Netzhaut ist es, das empfangene Licht in ein Signal umzuwandeln, das über den Sehnerv zum visuellen Kortex im Gehirn übertragen wird. Hier entsteht schlussendlich das wahrgenommene Bild.

Wenn nur wenig Licht auf die Netzhaut fällt, wird das Sehvermögen beeinträchtigt. Dies kann durch einen trockenen Tränenfilm oder eine Abnormalität wie beispielsweise eine Narbe verursacht werden. Im Falle eines Katarakts (grauer Star) wird die Linse trüb und man kann nicht mehr so gut hindurchsehen wie zuvor. Ab einem gewissen Zeitpunkt wird die Sicht so eingeschränkt sein, dass die Linse mit einem chirurgischen Eingriff ausgetauscht werden muss.

Abweichungen der Netzhaut können die Photorezeptoren daran hindern, das Licht in ein Signal für den visuellen Kortex umzuwandeln. Wenn es eine Unregelmäßigkeit zwischen den Photorezeptoren und dem visuellen Kortex gibt (am Sehnerv oder den optischen Bahnen), kann dies in schweren Fällen zum Verlust des Sehvermögens führen. Wenn die Funktion der Augenmuskulatur beeinträchtigt wird, wird die Sicht dadurch nicht unscharf. Stattdessen können jedoch andere Beschwerden auftreten, wie zum Beispiel verminderte Sichttiefe
oder Doppelbilder.

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